Zwei Siege vor heimischen Publikum

Von der lautstarken Unterstützung des Räckelwitzer Publikums angetrieben, gewannen die Viktorianer ihre Heimspiele gegen Traktor Mittelherwigsdorf und den TSV Kunnersdorf. Auffällig war, dass die Gäste schwach begannen und sich im Laufe der jeweiligen Partien steigerten. So zog sich vor allem der letzte Satz im Spiel gegen Kunnersdorf in die Länge, in dem beide Mannschaften abwechselnd punkteten. Es schien, als wollte das Team um Trainer Mato Eckert die tolle Atmosphäre möglichst lange genießen. Zwei Siege vor heimischen Publikum weiterlesen

Rosenmontagsumzug in Wittichenau

Zahlreiche Rosenmontagsumzüge waren wegen einer Sturmwarnung abgesagt worden, doch betrifft dies auch den Umzug in Wittichenau? Keiner wußte etwas genaues. Erleichterung. Der Autokolonne nach zu urteilen, die sich über Ralbitz, Cunnewitz, Kotten nach Wittichenau schob, würde das Spektakel wohl stattfinden. Die Straßen der Kleinstadt waren längst in närrischer Hand. Alle warteten darauf, dass es endlich los geht. Freude, als die ersten Wagen um die Kurve bogen, aber auch Respekt, vor den Pferden und dem Mann mit der langen Peitsche in vorderster Reihe. Während sich die einen an den bunten Kostümen und fantasievollen Dekorationen sowie aufwendig konstruierten Wagen erfreuten, hielten andere Ausschau nach kleinen Geschenken in Form von Bonbons oder Schnaps. Immer auf der Hut vor einer überraschenden Konfettidusche, wurde das „Helau“ der Umzugteilnehmer lautstark erwiedert. Welcher Wagen oder Kostüm nun das schönste gewesen sei, lässt sich schwer beurteilen. Der Umzug hätte drei oder vier Runden vorbei kommen können und immer wieder wären neue Details zu entdecken gewesen. Bei derart vielen Eindrücken verging die Zeit wie im Flug. Einen perfekten Kontrast zu den aufziehenden Regenwolken boten die Minions vom Jugendclub Cunnewitz-Schönau. Gerade als der letzte Wagen vorbei rollte, hatte das angekündigte Unwetter auch Wittichenau erreicht. Rosenmontagsumzug in Wittichenau weiterlesen

Spannender kann ein Nachbarschaftsduell nicht sein

Liberec gegen Mladá Boleslav ist nicht nur ein Duell zweier Städte, die lediglich dreißig Minuten per Auto voneinander entfernt liegen, sondern ebenso ein Wiedersehen alter Bekannter. Schon beim Blick auf die Aufstellung entsteht der Verdacht, dass die Weißen Tiger auf eine Liberecer Traditionsauswahl treffen. 19 Spieler setzte Mladá Boleslav ein. Davon trugen nach meinem Wissen früher 8 Spieler den Tiger auf der Brust und 3 weitere gingen in der Vergangenheit für das Farmteam den HC Benátky nad Jizerou auf Punktejagt. Selbst Trainer Marian Jelínek stand bereits unter dem Ještěd an der Bande. Man kennt sich also bestens. Trotzdem sollte es kein Kaffeekränzchen werden, dafür ging es sportlich um allzu viel. Liberec wollte die Niederlage vom Freitag in Hradec Králové vergessen machen und Mladá Boleslav weitere Punkte für die Teilnahme am Play-off sammeln. Martin Bakoš eröffnete das Torfestival, doch Lukáš Pabiška glich wenig später aus. Der zweite Durchgang gehörte den Gästen. Tomáš Klimenta, Michal Bárta, nochmal Tomáš Klimenta und zwischendurch Radim Šimek für Liberec, besorgten das zwischenzeitliche 2:4. Die Autostädter hatten es sich in der Home Credit Arena gemütlich gemacht. Abseits von Taktik und Torgefahr, brachten Jaroslav Vlach sowie Tomáš Voráček die 7500 Zuschauer mit einem Faustkampf zum jubeln und das der Hallensprecher beim Stand von 2:4 eine Laola anstimmt, erlebt man auch nicht in jeder Spielstätte. Etwas geheimnissvolles hatte die Gelassenheit unter den Anhängern der Raubkatzen zur zweiten Pause. Ganz als wisse doch jeder, dass kein Gegner konditionell auf einem vergleichbaren Niveau steht, um der heimischen Schlussoffensive auch nur im entferntesten etwas entgegen setzen zu können. So war es letztendlich auch. Branko Radivojevič und Jakub Valský glichen zum 4:4 aus. In der Verlängerung bewies erneut Jakub Valský einen guten Torriecher. Derbysieg! Die Arena stand Kopf und eigentlich, hatten es die Anhänger der Weißen Tiger ja von Anfang an gewußt. Spannender kann ein Nachbarschaftsduell nicht sein weiterlesen

Unentschieden im sorbischen Nachbarschaftsduell

Sorbisches Nachbarschaftsduell am Faschingswochenende? Da war doch mal was. Bereits letzte Saison wurde für den Sonntag in der genannten Festwoche die gleiche Partie angesetzt. Allerdings in Crostwitz. Das Spiel musste wegen Unbespielbarkeit des Rasenplatzes abgesagt werden. Zahlreiche Sportfreunde unterstellten den Crostwitzern darauf hin, dass sie nicht antreten wollten, um am Abend zuvor bei den Faschingsveranstaltungen in Wittichenau sowie Nebelschütz etwas tiefer ins Glas schauen zu können. Wie es der Zufall will, sollte in diesem Jahr Ralbitz der Gastgeber sein. Es gab durchaus Fußballinteressierte anderer Vereine, die darüber fachsimpelten, ob der angekündigte Sturm als Grund für eine Spielabsage reichen würde. Schließlich gehen auch einige Sokolisten gern zum Fasching. Eine Absage aus Platzgründen wäre in Ralbitz schlecht möglich, da es dort neben dem Rasen einen Hartplatz gibt. Nichts dergleichen geschah. Die Spieler aus Ralbitz sowie Crostwitz waren heiß auf dieses Duell und so wurde natürlich gespielt. Es war ein Lokalderby wie es im Buche steht. Herzliche Begrüßung unter den Anhängern beider Vereine, schließlich sind viele miteinander befreundet, wenn nicht sogar verwandt und auch die Spieler kennen einander gut. Anschließend wurde die Freundschaft für neunzig Spielminuten be- und das Kriegsbeil ausgegraben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die erste Halbzeit war geprägt von vielen Zweikämpfen sowie Fouls. Die Mannschaften drangen weniger spielerisch zum gegnerischen Tor vor, sondern hangelten sich mit Freistößen oder Einwürfen in die anvisierte Richtung. Eher unerwartet fiel nach 35 Minuten das 1:0 für den Gastgeber. Crostwitz wirkte bis dahin organisierter im Spiel nach vorn, während Ralbitz damit beschäftigt war, den eigenen Strafraum sauber zu halten. Ein wenig erinnerte mich diese Phase an das Testspiel gegen Bad Muskau in Kamenz. Da geht noch mehr, schienen sich die Sokolisten in der Pause gesagt zu haben. Tatsächlich war nun Ralbitz die gefühlt aktivere Mannschaft, manchmal aber auch mit Glück, dass im letzten Moment immer noch ein Spieler den Fuss an richtiger Stelle hatte, um einen möglicherweise gefährlichen Pass zu verhindern. Spätestens als eine gute Chance zum 2:0 ungenutzt blieb, schwelgten dorfbekannte Senioren wieder in Erinnerungen. Selbstverständlich wurden solche Bälle früher sogar mit drei achte auf dem Kessel rein gemacht. Ein Unentschieden wäre durchaus gerecht, äußerten nicht nur die auf den Ausgleich hoffenden Zuschauer aus Crostwitz. Tatsächlich, fünf Minuten vor Schluss gab es Elfmeter. Spielertrainer Pavel Runt netzte unhaltbar zum 1:1 ein. Die folgende Jubelorgie glich dem Gewinn einer Meisterschaft. Nur wenig später ertönte der Abpfiff über das Spielfeld, wegen des aufkommenden Windes jedoch schwer zu hören. Die Feindschaft wurde wieder begraben und einige Kontrahenten verabredeten sich zum gemeinsammen Umtrunk am Rosenmontag oder wünschten sich gegenseitig Glück für jeweils kommende Spiele. Unentschieden im sorbischen Nachbarschaftsduell weiterlesen

Heimsieg trotz einiger Schwächephasen

Trotz einiger Schwächephasen setzte sich der BK ARMEX Děčín mit 78:69 gegen die Hauptstädter vom USK durch. Jeder wußte, das anfängliche 3:7 auf der Anzeigetafel würde bald ausgeglichen sein. Wenig später sahen die roten LED Zahlen schon vielversprechender aus. 15:7 war dort zu lesen. Dennoch holte der Gast aus Prag auf und erkämpfte bis zur ersten Pause ein 15:15. Im zweiten Durchgang zeigte das Team um Routinier Jakub Houška seine ganze Klasse. Offensive Rebounds und hohe Kampfbereitschaft führten zum 39:31 Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel schlichen sich kleinere Fehler im Aufbauspiel der Gastgeber ein, zahlreiche Fouls taten ihr übriges. Das zwischenzeitliche 64:49 wurde innerhalb weniger Sekunden zum 64:57. Leichte Nervosität war nun unter den Spielern des BK ARMEX zu spüren, die kurz vor Schluss zwei Gästeangriffe abwehren konnten und somit den Heimsieg sicherten. Heimsieg trotz einiger Schwächephasen weiterlesen