Langweiliger Beginn und aufregendes Ende

Tomas Urban schreit die ganze Anspannung heraus. Soeben traf Radim Simek mit der Schlusssirene zum 4:4, doch der Treffer sollte nicht gelten. Bereits zuvor erzielte der 22-jährige Verteidiger Radim Simek zwei Tore und zeigte erneut über die gesamte Spieldauer eine tigerstarke Leistung. Das zwischenzeitliche 2:0 konnte Liberec dennoch nicht in Punkte umwandeln. Die Kurstädter wollten unbedingt den vorzeitigen Klassenerhalt sicherstellen und dabei war ihnen jedes Mittel recht. Während auf heimischer Seite der gefoulte Spieler oftmals selbst auf die Strafbank musste, bliebt das überaus harte und unfaire Spiel des HC Energie meist ungeahndet. So passte es dann auch ins Bild, dass der späte Ausgleich nach Videoanalyse nicht gegeben wurde.

Vielleicht hätte ich mir im Mitteldrittel meine Bemerkung verkneifen sollen: „Da Radek Duda und Martin Bartek (zwei ehemalige Spieler der Weißen Tiger) bei Karlovy Vary in einer Reihe zusammen spielen, haben wir nichts zu befürchten.“. Beide erzielten daraufhin jeweils 1 Tor und Radek Duda bereitete ein weiteres vor.

Miniaturpark Klein-Erzgebirge in Oederan

Vor drei Jahren hatte ich zu einer Reisemesse Horst Drichelt, Vorsitzender vom Klein-Erzgebirge e.V. kennen gelernt und seitdem immer wieder versprochen, ihn im Miniaturpark in Oederan zu besuchen. Eigentlich sollten die vielen handgeschnitzten Figuren erst Ende März aus dem Winterschlaf erwachen, doch dem schönen Wetter sei Dank, öffnete der Park bereits einige Wochen früher. Zufällig las ich davon bei Facebook und beschloss einen Ausflug dorthin zu unternehmen. Schon im Vorfeld hatte ich einiges über das Klein-Erzgebirge erfahren, doch in Oederan angekommen, wurden meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Auf 17.000 Quadratmeter stehen mehr als 200 Modelle bekannter Gebäude aus Sachsen und fernen Ländern. Szenen des Alltags werden mit unzähligen liebevoll gestalteten Figuren nachgestellt, kleine Bäche fließen an den Häuschen vorbei und Dampflokomotiven meistern schnaufend die Steigungen, um anschließend über maßstabsgetreue Brücken der Region zu fahren. Egal in welche Richtung ich schaute, es gab bei jedem Blick etwas Neues zu entdecken.

http://www.klein-erzgebirge.de/

5. Lausitzer Speedminton Mitternachtscup in Bautzen

Von Samstag Nachmittag 15 Uhr bis Sonnenaufgang am Sonntag, wurde in Bautzen der 5. Lausitzer Speedminton Mitternachtscup ausgetragen. Über 100 Anmeldungen aus allen Teilen Deutschlands sowie Tschechien waren für dieses Turnier eingegangen und übertrafen somit alle Erwartungen der Organisatoren. Auf 6 Spielfeldern kämpfte zuerst der Nachwuchs um die begehrte Trophäe, ehe im Anschluss die Erwachsenen ihr Können unter Beweis stellten.

Weitere Informationen in der Serbske Nowiny.

Nachfolgend ein Bericht, der mir von Thorsten Köhler, Abteilungsleiter Speed Badminton des MSV Bautzen 04, zur Verfügung gestellt wurde:

Der amtierende Weltmeister gewinnt den 5. Lausitzer Speedminton® Mitternachtscup in Bautzen

Ganze 95 Sportlerinnen und Sportler aus allen Ecken Deutschlands und Tschechien trafen sich am vergangenen Wochenende zum 5. Lausitzer Mitternachtscup im Speed Badminton, organisiert von der Abteilung Speed Badminton, den Red Devils vom MSV Bautzen 04.

Das die Speed Badminton Spieler schon ein verrücktes Häufchen sind zeigt nicht zuletzt die Tatsache das, das Finale in der Doppelkategorie erst am frühen Sonntagmorgen um 7:00 Uhr angepfiffen wurde.

Die ganze Nacht wurde in den fünf verschiedenen Altersklassen und der Doppelkategorie um Siege und Punkte gekämpft. Begonnen hat alles am Samstag Nachmittag mit den Junioren Altersklassen. Dort konnte in der AK U14 Felix Nickel von der Abteilung Badminton!!! des MSV Bautzen einen tollen dritten Platz erreichen. Der Sieg ging in dieser Altersklasse an Arne Przykalla von den Neissespeedern Görlitz vor Peer Petermann von der SV Aufbau Altenburg.

In der AK U18 setzte sich Tilo Przykalla (Neissespeeder Görlitz) vor Moritz Hille von den Gekkos Berlin durch. Auch hier ging der dritte Platz an einen Sportler des MSV Bautzen, Richard Kranz von den Red Devils landet gemeinsam mit Peer Petermann vom SV Aufbau Altenburg auf dem Bronze Platz.

Am Abend griffen dann die Erwachsenen ins Geschehen ein. Die Finalspiele fanden spät nach Mitternacht statt. Als erstes wurde das Finale der Kategorie Herren Ü40 ausgetragen. Hier standen sich die Lokalmatadoren und Dauerrivalen Bernd Nickel sowie Torsten Köhler von den heimischen Red Devils gegenüber. Der Sieg ging in zwei knappen Sätzen an den ehemaligen Deutschen Meister Bernd Nickel. Den dritten Platz teilten sich Mario Hahn und Uwe Przykalla, beide von den Neissespeedern Görlitz.

Bei den Damen setzte sich die Nationalspielerin Andrea Horn von den Speedbats aus Dresden in einem spannenden Spiel im dritten Satz gegen die MSV Spielerin Laura Nickel durch. Das in Bautzen seit vielen Jahren besonders im Jugendbereich gute Arbeit betrieben wird zeigt, dass trotz starker Konkurrenz aus ganz Deutschland auch der geteilte dritte Platz an zwei Mädels der Bautzener Speed Badminton Abteilung ging. Mit Caroline Meyering und Magdalena Nickel erreichten, wie auch die Erstplatzierte Laura Nickel drei, noch für die Jugendkategorie U18 spielberechtigte junge Damen des MSV Bautzen das Siegerpodest.

In der Kategorie der Herren erreichte der amtierende Speed Badminton Weltmeister Patrick Schüsseler aus Bühl ohne Mühe das Finale. Sein Gegner war dort der beste Spieler der heimischen Red Devils vom MSV Bautzen Christian Matthes. Doch auch der Bautzener konnte dem sicheren und druckvollen Spiel des Weltmeisters nicht viel entgegensetzen, Zitat: „da war nichts zu holen“. Somit belegte Christian Matthes den zweiten Platz durch eine wieder einmal großartige Leistung. Der geteilte dritte Rang ging an Stephan Heet ebenfalls von den Red Devils und Jonas Jöhnk von den Elbspeeders aus Hamburg.

In der Doppelkategorie setzte sich das Doppel Schüsseler/Heet (Brühl/Bautzen) gegen Horn/Hackelberg (Dresden) durch. Der geteilte dritte Platz ging an Hahn/Przykalla (Görlitz) und Matthes/Mailis (Bautzen/Brühl).

Fliegende Fäuste und neun Tore

Im letzten Spiel der Hauptrunde zwischen den Weißen Tigern und ihren Gästen aus Mlada Boleslav, stellten einige Kufenstars ihr Talent als Boxkämpfer unter Beweis. So nahmen zeitweise bis zu fünf Spieler gemeinsam auf der Strafbank Platz. Die daraus resultierende neunminütige Überzahl, konnten die Jungs von der tschechischen Autostadt nicht zum Torerfolg nutzen. Stattdessen glich Petr Jelinek für Liberec zum 1:1 aus. Zwar gerieten die Jeschkenstädter noch einmal in Rückstand, doch dem anschließenden Torfestival hatte Mlada Boleslav kaum etwas entgegenzusetzen. Nach Ertönen der Schlusssirene, wurde das Kriegsbeil beim Endstand von 6:3 begraben, die Mannschaften dankten ihren Anhängern und wünschten sich gegenseitig viel Erfolg, in den noch anstehenden Partien. Da alle Punkte zur Play-out Runde mitgenommen werden, können die Weißen Tiger ihre kommenden Aufgaben recht zuversichtlich angehen. Von 18 möglichen Zählern fehlen nur noch 4 für den sicheren Ligaverbleib.