Diskussionsrunde mit dem Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière in Bautzen

Gestern Abend trafen sich der Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, Oberbürgermeisterkandidat Matthias Knaak, Dr. Andreas Hase und Bürger der Kreisstadt zu einer Diskussionsrunde im Steinhaus in Bautzen. Bevor diese beginnen konnte, erzählte der prominente Gast aus Berlin von den Ereignissen des Tages, die später auch noch einmal Thema im Gespräch mit den Besuchern sein sollten. Zu bewegend waren die Anschläge in Kuwait, Frankreich und Tunesien, als das man hätte einfach so zur Tagesordnung übergehen können. Matthias Knaak stellte einige Fragen, unter anderem zu dem Thema der Grenzkriminalität sowie Asyl, die vom Minister ruhig, sachlich und auf sympathische Art beantwortet wurden. Dr. Thomas de Maizière gab Einblicke in die Verbrechensbekämpfung, außenpolitische Herausforderungen bezüglich der Verteilung von Flüchtlingen auf einzelne EU-Mitgliedsstaaten, bis hin zur Problematik der Abschiebung. Anschließend waren die Bautzener an der Reihe, ihre Fragen, aber auch Sorgen und Nöte an den Gast aus Berlin zu richten. Interessant fand ich, dass es verhältnismäßig viele Fragen zur Sicherheit im Internet gab. Selbst die Abwehr ausländischer Industriespionage bei deutschen Unternehmen interessierte die Spreestädter. Besorgt äußerte sich Dr. Thomas de Maizière zur Verrohung der Kommunikationskultur, Pöbeleien und Hetze in der Öffentlichkeit sowie im Internet. Er räumte ein, dass die Politik gerade bezüglich der Asylproblematik nicht ganz unschuldig sei und bereits früher auf die Ängste der Bürger hätte eingehen müssen. Zum Abschluss überreichte Matthias Knaak einen Geschenkkorb mit typischen Produkten aus der Region, ehe der Innenminister zum Fernsehinterview eilte und ein weiteres Telefonat mit dem deutschen Botschafter in Tunesien führen wollte.

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