Achterbahn der Gefühle in Děčín

Einer Achterbahn glich die Partie des BK ARMEX Děčín gegen SLUNETA Ústí nad Labem. Der Gastgeber warf Punkt um Punkt und führte nach sieben Minuten mit 18:7. Wäre es so weiter gegangen, hätten mir Gäste schon ein wenig Leid getan. Doch die fanden, angeführt von Pavel Bosák, der noch vor wenigen Wochen das Trikot des BK ARMEX trug, zurück ins Spiel. Nicht zuletzt durch viele ungenaue Pässe der Gastgeber im Angriff. Im Abschluss schien es, als würde Děčín möglichen Zweikämpfen aus dem Weg gehen, versuchte mit Würfen vor der Dreierlinie zum Erfolg zu kommen und scheiterte dabei jedesmal. SLUNETA spielte einfache Bälle, nutzte geschickt die Lücken in der heimischen Verteidigung und sammelte so zahlreiche Zähler zum 33:32 Pausenstand. Kurz nach Wiederanpfiff glichen die Gäste aus. Das Publikum traute seinen Augen nicht, als zwischenzeitlich ein 38:50 auf der Anzeigentafel leuchtete. Die Achterbahn der Gefühle hatte den Tiefpunkt erreicht und manch ein Zuschauer fand sich wohl schon mit der bevorstehenden Heimniederlage ab. Immerhin steckten dem BK ARMEX noch die Pokalspiele vom Wochenende in den Knochen, an denen Ústí nicht teilnahm. Unter großem Beifall besannen sich die Jungs um Cheftrainer Pavel Budínský auf ihre Fähigkeiten, spielten von nun an weniger komplizierte Pässe und drangen auch wieder bis unter den Korb des Gegners vor, um dort mühsam aber effektiv, zwei statt der noch zuvor anvisierten drei Punkte zu erbeuten. Die Strategie ging auf. 53:53 zeigten die LED-Ziffern, ehe der Heimsieg in Höhe von 78:67 gefeiert werden konnte.

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