Verlieren auf hohem Niveau

Nach zwölf Siegen in Folge stolperten die Weißen Tiger über einen starken Gegner aus Litvínov. Im zweiten Drittel beschlich mich das Gefühl, dass wir heute noch ewig spielen könnten, Tore würden trotzdem nicht fallen. Beide Mannschaften standen defensiv sicher und ärgerten den Gegner immer wieder mit kleineren Nadelstichen. Dabei blieben alle Akteure auf dem Eis meist fair. Als sich Viktor Hübl zu Karel Kubát auf die Strafbank gesellte, agierten die Raubkatzen für eine Minute in doppelter Überzahl, brachten dabei jedoch keinen nennenswerten Torschuss zustande. Die Uhr lief ohne weitere Unterbrechungen der Pause entgegen. Gedanklich zählte ich zum Ende die Sekunden rückwärts. 12, 11, 10, 9, 8 .. František Gerhat, passt im Fallen auf den freistehenden František Lukeš, der zwei Meter vor dem Tor einnetzt, 0:1. Ausgeglichen startete auch das letzte Drittel. Liberec musste jetzt offensiv mehr machen, doch das war gar nicht so einfach. Keine Sekunde durften die Erzgebirgler aus den Augen gelassen werden. Als der Gastgeber in der 49. Minute wechselte, nutze František Lukeš die Unaufmerksamkeit und traf per Flachschuss zum 0:2. Wenige Sekunden später fuhr Dominik Lakatoš mit der Scheibe an seiner Kelle hinter das Gästetor. Alle Augen waren auf ihn gerichtet, wodurch Lukáš Krenželok schlicht übersehen wurde. Der 33 jährige Angreifer schob den Puck weniger Zentimeter vor der Torlinie in die Maschen. Der Jubel blieb verhalten, schnell sollte es weiter gehen. Die Raubkatzen drängten auf den Ausgleich, warfen alle körperlichen Reserven in die Waagschale und versuchten wirklich alles. Es sollte nicht sein.

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