Archiv der Kategorie: Lesenswert

Kampf der Tanzstile

Floor on Fire – Battle of Styles ist ein innovatives Tanzformat, das von Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden in Kooperation mit THE SAXONZ entwickelt wurde. Es lebt von der Individualität der Tänzer*innen, ihrem virtuosen Können und ihrer unbegrenzten Kreativität. Beim Battle of Styles versuchen in abwechselnder Reihenfolge Tänzer*innen aus den Bereichen Ballett, Breakdance und Contemporary den gegenüberstehenden Kontra­henten durch die eigene Darbietung zu übertrumpfen. Die verschiedenen Stile begegnen sich auf Augenhöhe, sie ergänzen und widersprechen sich gleichzeitig. Ohne einer Choreografie zu folgen, zeigen die Tänzer*innen mit großer Freude und Enthusiasmus immer wieder aufs Neue die verschiedenen Facetten des Tanzes.

Auf diese unglaublichen Emotionen und Energien wurde der Filmemacher Sebastian Linda vor zwei Jahren aufmerksam. Er nahm sich der Aufgabe an, diese unglaubliche Veranstaltung mit all seinen Facetten in einem Film festzuhalten.

Unterstützt von So geht sächsisch. und Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden ist nun ein emotionaler, spannender, dynamischer 14-minütiger Film entstanden.

Als Unparteiischer in der Oberliga

Sie sind Bankkaufmann, Speditionskaufmann und Student für Schiffbau. In ihrer Freizeit aber dienen sie dem Fußball, als Unparteiischer auf dem grünen Rasen. Alle drei pfeifen in der Oberliga Hamburg, der höchsten Amateurspielklasse der Hansestadt: Fabian Porsch, 23, und Schiedsrichter seit 2004, Murat Yilmaz, 29, und Schiedsrichter seit 1997, sowie Clemens Neitzel, 25, Schiedsrichter seit 2001. Für diesen Beitrag erklärten sie sich bereit, für jeweils ein Spiel mit drahtlosen Mikrofonen ausgerüstet zu werden. So kann der Zuschauer die zahllosen Anweisungen der Männer in Schwarz und die Wortwechsel mit den adrenalingeladenen Spielern auf dem Feld mithören und begreifen, wie viel psychologisches Geschick dazugehört, ein Fußballspiel über 90 Minuten einigermaßen geordnet über die Bühne zu bringen.

Expedition zu den Polen von Steffen Möller

Steffen Möller, Expedition zu den Polen

Die Zeit der Witze über Polen ist vorbei. Der östliche Nachbar hat einen beispiellosen Aufschwung erlebt und ist zum beliebten Auswanderziel der Deutschen geworden. Aber kann man inzwischen auch sorglos mit dem Auto rüberfahren? Wie sollte man seine Firma nennen, um rasch Millionär zu werden? Sagt man Posen oder besser Poznań? Wie flirtet man mit einer schönen Polin und welche Eheprobleme können sich daraus später ergeben? Welche Überraschungen drohen bei der Schwiegermutter in Krakau oder Danzig? Und wieso fand hier eine Fußball-EM statt, wo doch der eigentliche Nationalsport das Pilzesammeln ist? Höchste Zeit für eine vergnügliche Reise. Steffen Möller, Schauspieler, Kabarettist und Autor, nimmt den Leser mit auf eine Expedition zu den Polen.

Ich selbst entdeckte beim Lesen viele mir bereits bekannte Eigenarten von Deutschen und Polen sowie Bahnreisenden im Allgemeinen. Erfuhr interessante Details, zum Beispiel warum die Deutschen als „Niemcy“ bezeichnet werden und weiß jetzt, dass ich nicht der Einzigste bin, der sich wundert, aus welchem Grund Polen „Dzień dobry!“ also wörtlich „Tag guten!“ sagen. Auch die deutsche Besonderheit, auf die Frage „Wie geht es dir?“ stets mit „Sehr gut!“ oder gar „Super!“ zu antworten, nimmt Steffen Möller aufs Korn und erklärt, mit welchen Antworten der Fragesteller in Polen rechnen muss. Sportfreunde lesen zum Schluß sogar noch, wie sich die eher schlecht besuchten Fußballspielstätten auf einen Schlag füllen ließen und weshalb das Nationalstadion in Warschau die Form eines Weidenkorbs hat.

(Text teilweise aus dem Buch)

Wer sich auch literarisch noch nicht über die Oder-Neiße Grenze traut, dem kann ich ein YouTube Video mit Ausschnitten aus dem Buch empfehlen.

Lea Streisand – Weihnachten in der Heimat

Wenn die Zugezogenen am 23. Dezember alle abgefahren sind, können sich die Berliner endlich geben, wie sie wirklich sind. Wir dagegen sehen, wohin es die Oberlausitzer der Arbeit wegen verschlagen hat. Autos mit Nummernschildern von allen Regionen Deutschlands, ja sogar aus Österreich und der Schweiz stehen im Wohngebiet. Deren Besitzer beziehen für ein paar Tage ihr altes Kinderzimmer .. bis einer von denen, die am Berliner Ring und dem Hauptbahnhof Schmiere stehen ruft: „Achtung sie kommen!“ .. dann kehrt auch hierzulande wieder Alltag ein.

Was Ali trägt

Du glaubst das du stilvoll gekleidet bist? Dann hast du Ali noch nicht gesehen. Ali zog vor über 40 Jahren aus der Türkei nach Deutschland. Ursprünglich war er Arzt, später arbeitete er als Schneider in Berlin. Bei seiner Liebe zur Mode ist das eigentlich kein Wunder. Täglich lief Ali an der Arbeitsstelle von Zoe Spawton vorbei. Zoe hatte schließlich die Idee, Ali regelmäßig zu fotografieren und ihre Fotos im Internet zu veröffentlichen. Geplant war auch ein Buch, doch das Projekt geriet ins Stocken, da Ali derzeit wieder in der Türkei weilt.

Gelesen habe ich diese Geschichte bei Boredpanda. Die Webseite von Zoe Spawton mit den Fotos von Ali, findet ihr unter folgendem Link: http://alioutfit.tumblr.com

Sportfotografie mit der Fujifilm X-T1

Fujifilm X-T1

Fast alle Sportfotografen die ich bisher kennen gelernt habe, verwenden Kameras von Canon oder Nikon. Ich möchte euch in diesem Beitrag zeigen, dass sich auch mit der Fujifilm X-T1 gute Ergebnisse erzielen lassen. Gedanklich sehe ich die vielen Aussagen in diversen Fotoforen vor mir: „Mit Fujifilm kann man keinen Sport fotografieren, deren Autofokussystem ist dafür viel zu langsam.“ Ehrlich gesagt, fühlte ich mich dadurch herausgefordert. Sportfotografie mit der Fujifilm X-T1 weiterlesen

Fujifilm Batteriegriff VG-XT1

Fujifilm X-T1 Batteriegriff VG-XT1

Wer mit der X-T1 von Fujifilm fotografiert, kennt das Problem. Der Akku ist schneller leer, als bei vergleichbaren Spiegelreflexkameras. Dieser Umstand liegt vor allem an dem elektronischen Sucher. Während der Fotograf bei einer DSLR in den optischen Sucher, über den Spiegel durch das Objektiv schaut, wird bei einer spiegellosen Kamera, wie der Fujifilm X-T1, das Bild elektronisch in den Sucher und auf den Bildschirm an der Kamerarückseite projiziert. Dieser Vorgang benötig natürlich elektrischen Strom. Abhilfe schafft ein Batteriegriff, der mit einem weiteren Akku bestückt ist. Die Kamera nutzt zuerst die Energie aus diesem Akku im Batteriegriff. Mittels einer entsprechenden Batterieanzeige im Bildschirm, wird der Fotograf informiert, wie viel Strom bereits verbraucht wurde. Etwas nervig ist, dass der Batteriegriff jedesmal abgeschraubt werden muss, um an den ursprünglichen Akku in der Kamera zu gelangen. Wer oft im Hochformat fotografiert, wird den Batteriegriff nicht missen wollen, da dieser über einen Auslöser verfügt. Generell ist die Kamera mit Batteriegriff etwas schwerer, liegt dafür aber fester in der Hand.

Fujifilm X-T1 mit Batteriegriff VG-XT1

Fuji X-E1 und das 27mm f/2.8 Objektiv

Fuji X-E1

Mein täglicher Begleiter, die Fuji X-E1. Gekauft hatte ich sie im Sommer 2015, da die digitale Spiegelreflexkamera wegen ihrer Größe und des Gewichts, im Alltag sowie auf Reisen, meistens daheim blieb. Es war eine Zeit, in der ich unterwegs hauptsächlich mit dem iPhone fotografiert hatte. Die Bildqualität vom iPhone 5 ist nicht schlecht, meinen Qualitätsansprüchen genügte sie jedoch nicht. Des Weiteren macht sich das viele fotografieren sehr schnell am Akku bemerkbar. Eine kleine handliche Kamera musste her, die in meine Jackentasche passt und nicht auf den ersten Blick als Profikamera auffällt. Gerade bei Fotos auf der Straße mache ich immer wieder die Erfahrung, dass zufällig anwesende Passanten misstrauisch reagieren, sobald ich eine große Spiegelreflexkamera aus der Tasche hole. Fotografiere ich jedoch mit dem iPhone, oder der Fuji X-E1 und dem 27mm Objektiv, nimmt kaum jemand Notiz von mir. Letztendlich ist es auch mein Ziel, als Fotograf möglichst unsichtbar, aber trotzdem dicht am Geschehen dran zu sein. Warum ausgerechnet Fuji? Wie bereits geschrieben, spielte die Größe und das Gewicht bei der Suche nach einer Kamera für den täglichen Einsatz eine wichtige Rolle. Zudem wollte ich natürlich weiterhin im RAW-Format fotografieren und die Möglichkeit haben, verschiedene Objektive nutzen zu können. Mein Blick galt zuerst Canon, da ich mit der Canon 5D Mark II bereits eine Kamera von diesem Hersteller besitze. Die Canon EOS M3 überzeugte mich zwar mit ihren technischen Eigenschaften, wie Bildauflösung, Autofokus, Fernsteuerung per iPhone-Anwendung und Gesichtserkennung, jedoch fand ich die Bedienung eher umständlich. Zu den spiegellosen Systemkameras von Sony und Fuji las ich im Internet viele positive Testberichte, weshalb ich mich schließlich etwas genauer mit diesen beiden Marken beschäftigte. Letztendlich verliebte ich mich auf den ersten Blick in das Design der Fuji Kameras. Aufgrund ihrer vielen Rädchen für ISO, Auslösezeit, Belichtungskorrektur und Blende, wirken die Geräte wie aus einer anderen Zeit. Es macht Spaß, alle Einstellungen sofort im Blick zu haben und schnell etwas zu verändern, ohne das ich mich lange durch ein Menü im Display hangeln muss. In Kombination mit dem flachen 27mm Objektiv war es genau das was ich wollte.

Wenige Tage später konnte ich die Fuji X-E1 mein Eigen nennen und habe den Kauf bisher nie bereut. Einzigster Wermutstropfen ist die verhältnismäßig kurze Akkulaufzeit. Diese lässt sich jedoch durch das Abschalten vom Display an der Rückseite verlängern und auch das Bild im Sucher aktiviert sich erst, wenn ich die Kamera an das Auge halte. Bei der Spiegelreflex schaue ich durch den Sucher und dann über den Spiegel durch das Objektiv. Das ist bei einer spiegellosen Kamera natürlich nicht möglich, weshalb im Sucher und auf dem Display ein digitales Bild angezeigt wird. Dieser Vorgang braucht elektrischen Strom. Das Display ist bei mir ohnehin deaktiviert, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass ich beim fotografieren weniger verwackle, wenn ich durch den Sucher schaue. Praktisch ist, dass ich im Sucher die komplette Menüstruktur, sowie eine Vorschau vom späteren Foto sehe. Nutzer von Spiegelreflexkameras werden folgende Situation kennen. Gefühlt und nach Erfahrung nehme ich die gewünschten Einstellungen vor, schaue durch den Sucher, mache das Foto, nehme die Kamera wieder vom Auge und stelle anschließend auf dem Display fest, dass mein gerade geschossenes Foto unter- oder überbelichtet ist. Besonders gegenüber zu fotografierenden Personen, wirkt es äußerst unprofessionell, wenn der Fotogaf ständig auf dem Display schaut, an den Knöpfen rumdrückt, wieder auslöst, erneut schaut, korrigiert und so weiter. Die X-E1 brauche ich niemals vom Auge nehmen. Ihre Stärken hat die Kamera vor allem bei Porträt-, Landschafts- und Architekturaufnahmen. Für Sport ist sie nicht geeignet, da der Autofokus eher langsam reagiert. Erstaunt war ich nach den ersten Fotos vom Rauschverhalten. Die ISO lässt sich bis auf 6.400 schrauben, manuell sogar bis 25.600. Selbst mit ISO 6.400 entstehen Fotos, die sich durchaus mit vergleichbaren Spiegelreflexkameras messen lassen können. Gern verwende ich die Makrofunktion, dank der das Objektiv bereits aus naher Distanz scharf stellt. Den ausklappbaren Blitz, den Serienmodus, die Möglichkeit ein Video zu erstellen, sowie die zahlreichen Filmsimulationen nutze ich eher selten. Letztere lassen sich auch noch beim Nachbearbeiten der Fotos in Adobe Lightroom auswählen.

Ein paar Worte zum Objektiv. Aufgrund der Lichtstärke hatte ich zuerst an das 23mm f/1.4 gedacht. Dieses ist jedoch wesentlich teurer und die Kamera hätte mit dem angeschraubten Objektiv eben nicht in die Jackentasche gepasst. Letztendlich war die Entscheidung richtig. Das 27mm f/2.8 hat eine wirklich gute Abbildungsleistung, die Lichtstärke reicht für alltägliche Situationen völlig aus, es ist leicht, sowie unauffällig. Im Gegensatz zu den mir bekannten Objektiven von Fuji, wird die Blendenzahl nicht am Objektiv selbst, sondern an der Kamera eingestellt. Einzigster Nachteil, die kleine Linse lässt sich schwer reinigen.

Canon EOS 5D Mark II (1.240 g mit Objektiv) und Fuji X-E1 (378 g mit Objektiv)