Archiv der Kategorie: Lesenswert

Als ich mit Dynamo fast im Europapokal gelandet wäre

Anhänger der SG Dynamo Dresden werden Uwe Leuthold kennen, oder besser gesagt seinen Blog Spuckelch. Auf unterhaltsame, oft provokante und ironische Art, schreibt er über das Geschehen rund um unseren Lieblingsverein. Die erfolgreichsten Texte sind jetzt in dem Buch „Nie mehr 3. Liga: Als ich mit Dynamo fast im Europapokal gelandet wäre.“ zusammengefasst.

Eine Begründung, warum ihr euch das Buch unbedingt kaufen solltet, liefert der Autor gleich mit.

Textquelle Spuckelch:

  • Es stehen in dem Buch die erfolgreichsten Spuckelch-Artikel der vergangenen Jahre: vom vergeblichen Abstiegskampf bis zum triumphalen Aufstieg.
  • Außerdem enthält das Buch viele bisher unveröffentlichte Texte.
  • Sollte der sehr, sehr unwahrscheinliche Fall eintreten, in dem Dynamo nochmal in eine sportliche Krise rutscht, findet Ihr darin Trost, Halt und jede Menge positive Erinnerungen.
  • Sollte der sehr, sehr unwahrscheinliche Fall eintreten, in dem Ihr mal traurig nach einem Dynamospiel seid, findet Ihr in dem Buch was zu lachen.
  • Es ist die ideale Strandlektüre. Kurzweilig, man kommt mit den Strandkorbnachbarn ins Gespräch und wenn Ihr Euch das Buch vors Gesicht haltet, spart ihr die Sonnencreme.
  • Lest es in Bahn, Bus und Zug und jeder sieht sofort, dass ihr ein Gewinnertyp seid.
  • Der Sammlerwert. Denn es wird sicher das am wenigsten verkaufte Buch der Dynamogeschichte.

Zumindest der letzte Punkt sollte sich doch widerlegen lassen .. oder?

Football Made in Germany

Wie funktioniert eigentlich die Nachwuchsförderung im deutschen Fußball, welche Rolle spielen dabei lokale Vereine in den unteren Ligen und was hat sich nach dem katastrophalen Abschneiden der Nationalmannschaft zur Europameisterschaft 2000 geändert? Die Dokumentation „Football Made in Germany“ gibt Antworten und zeigt, welch hoher Leistungsdruck auf den jungen Talenten lastet.

.. in die Bücherzelle gelegt

Bücherzelle in Bautzen

Vor einigen Monaten hatte ich über die Bücherzelle am Postplatz in Bautzen berichtet. Heute habe ich dort selbst gelesene Bücher eingelegt. Was sollen sie im Regal verstauben, wenn sich andere daran erfreuen können? Wer also noch die passende Lektüre für den Sommer benötigt, darf gern vorbei schauen.

Hinweis: Die Bücherzelle ist scheinbar nur während der üblichen Ladenöffnungszeiten zugänglich und an Wochenenden sowie Feiertagen geschlossen.

Helge Schneider, Der Scheich mit der Hundehaarallergie: Komissar Schneider flippt extrem aus

Auszug Rückentext: Helge Schneider teilt seinen Lesern mit: Hier ist er wieder, Kommissar Schneider! Lange sollte seine Rentnerzeit nicht sein, und so kam es dazu, dass der Herr Kommissar Schneider mal wieder einen besonders schwierigen Fall auf sich genommen hat.

Helge Schneider, Globus Dei: Vom Nordpol bis Patagonien

Auszug Rückentext: Zu Fuß und mit anderen Verkehrsmitteln trug es ihn in alle Himmelsrichtungen, nun hat er alles aufgeschrieben. Sein Geschenk an uns ist dieser Roman, durch den man die Welt ganz neu sieht, auch wenn man selbst schon mal irgendwo war. Und dachte: Das kenne ich. Aber eben nicht!

Helge Schneider, Eiersalat: Eine Frau geht seinen Weg

Auszug Rückentext: In einer so intensiven wie rudimentären Sprache erzählt Helga Maria Schneider aus ihrem Leben. Ein aufrüttelnder Bericht, der unter gegebenen Umständen nicht als Lebenshilfe miß-, sondern verstanden werden sollte. Ausdrücklich geeignet!

Harald Schmidt, Warum?: Neueste Notizen aus dem beschädigten Leben

Auszug Rückentext: Warum stellen italienische Restaurantbesitzer die Tageskarte auf einer Tafel vor einen hin und lesen sie dann noch vor? Warum erinnert mich das Sicherheitspersonal auf Flughäfen an Fahndungsfotos? Warum gibt es Weihnachtsmärkte? Warum trennen Menschen Müll? Warum werden an den vier Samstagen vor Weihnachten Parkhäuser nicht zubetoniert, wenn alle drin sind?

Nick Hornby, Fever Pitch: Die Geschichte eines Fans

Auszug Rückentext: Die verrückte Geschichte einer lebenslangen Liebe. Ein Fußballfan und sein Verein. Der Fan heißt Nick Hornby, sein Verein Arsenal London: „Ich verliebte mich in den Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würde …“

Olaf Sundermeyer, Tor zum Osten: Besuch in einer wilden Fußballwelt

Auszug Rückentext: Korruption und Gewalt, Geld und Macht, Leidenschaft und Sport: Dieses Buch zeigt den Fußball in Osteuropa aus der Nähe. Auf seinen Reisen trifft der Journalist Olaf Sundermeyer käufliche Trainer, angetrunkene Verbandsfunktionäre, rechtsradikale Ultras und schwerreiche Fußballoligarchen. Aber auch den Politiker Donald Tusk, der sich gegen Klüngel und Gewalt im Fußball stellt, um dessen Europäisierung voranzutreiben. Außerdem lernt er deutsche wie holländische Trainer kennen, die in Russland wie Maden im Speck leben, denn sie helfen ihren großzügigen Gastgebern, wieder eine gefürchtete Großmacht zu werden.

Klaus Eck, Karrierefalle Internet: Managen Sie Ihre Online-Reputation, bevor andere es tun!

Auszug Rückentext: Die wenigsten ahnen, was über sie im Internet kursiert. Dass nicht alle Informationen immer haargenau stimmen, wäre noch nicht so schlimm. Gezielte Diffamierungen und Lügen dagegen können schnell zum Karriere-Killer werden.

Die Suche nach dem perfekten Augenblick

Die Suche nach dem perfekten Augenblick, Bautzen in Fotografien aus sechs Jahrzehnten, so heißt die aktuelle Sonderausstellung im Stadtmuseum Bautzen. Zu sehen sind zahlreiche fotografische Werke von Rolf Dvoracek, der lange Zeit als lokaler Journalist und Fotoreporter in der Spreestadt wirkte und noch heute mit seiner Kamera unterwegs ist.

Rolf Dvoracek – Die Suche nach dem perfekten Augenblick – Bautzen in Fotografien aus sechs Jahrzehnten

Ereignisse, Denkmale alter Stadtbaukunst, Verfall, Abriss und Neubau, das alltägliche Leben sowie bekannte Persönlichkeiten. Thematisch sortiert nimmt die Ausstellung den Betrachter mit auf eine Reise durch die jüngere Stadtgeschichte. Angebrachte Beschriftungen zu den Motiven, sucht man aus ästhetischen Gründen vergebens. Stattdessen liegen Bücher mit kleinere Abbildungen, sowie den jeweiligen Beschreibungen bereit. Ein solches Buch kann ebenfalls käuflich erworben werden. Doch auch ohne Untertitel ist bei fast allen Aufnahmen zu erkennen, um welche Gebäude es sich handelt. Ich persönlich schwelgte sofort in Erinnerungen. Beispielsweise zeigt ein Bild das 1994 abgerissene Stadtbad an der Wallstraße, in das mich meine Eltern zu ersten Schwimmübungen brachten. Fotografisch dokumentiert wurde von Rolf Dvoracek ebenfalls die Eröffnung vom Marktkauf in einer ehemaligen Getreidelagerhalle auf der Autobahn. Geduldig warteten wir im Stau auf einen freien Parkplatz und waren anschließend überwältigt von der riesigen Warenauswahl. Manche Familien hatten sogar mehrere Einkaufswagen gekapert, um dort so viel rauszuschleppen, wie nur ging. Überrascht hat mich, dass über die Eisenbahnschienen an der heutigen Arbeitsagentur, ehemals eine Bogenbrücke aus Stahl führte und am Holzmarkt eine vollautomatische Waschanlage für PKW´s betrieben wurde. Auch Wehmut kam beim Betrachten auf, da einige heute bebauten Ecken früher scheinbar attraktiver waren. In diesem Zusammenhang fällt mir unter anderem die Grünanlage und der Weidenbaum neben der Bushaltestelle auf der Neusalzaer-Straße ein, dort wo sich heute die Filiale eines Geldinstituts im architektonischen Charme der Neunziger befindet. Andere Gebäude, vor allem in der Altstadt, sind inzwischen schön hergerichtet und ein Grund, warum Bautzen zu einem beliebten Reiseziel für Touristen aus nah und fern geworden ist. Besonders gefallen haben mir die Fotografien, auf denen Menschen und ihr tägliches Arbeitsumfeld von Rolf Dvoracek abgelichtet wurden. Es sind oft Details, die den Blick längere Zeit an das Motiv fesseln. Einrichtungsgegenstände, Fahrzeuge und Kleidung der Personen, vieles längst aus dem Gedächtnis verdrängt. Wahrscheinlich ist es ein Vorteil, dass die meisten Fotografien schwarz-weiß sind, wodurch sich der Betrachter besser auf das eigentliche Motiv konzentrieren kann und nicht von den Farben abgelenkt wird.

Wie oder mit welchen technischen Hilfsmitteln hat der Fotograf die Motive aufgenommen? Auch diese Fragen werden zum Teil beantwortet. In großen Vitrinen befinden sich ausgewählte Kameras und Objektive, mit denen Rolf Dvoracek täglich umher streifte. Zu beneiden war er im Zusammenhang auf das Gewicht dieser Ausrüstung wahrlich nicht. Beeindruckend ist ebenfalls, für welch hohe Bildqualität der Lichtbildner seit Jahren steht. Vor allem mit den Mitteln vergangener Zeiten, Dunkelkammer statt Photoshop Lightroom, überlegte Herangehensweise auch wegen der wenigen Bilder die auf einen Rollfilm passen, gerade Linien bei Gebäuden ohne nachträgliche Objektivkorrektur, Schärfe und das Auge des Fotografen für den Hintergrund bei einem Hauptmotiv.

Wer selbst fotografiert geht sicherlich inspiriert nach Hause. Andere werden neben Erinnerungen an vergangenes, durchaus Ideen für die Zukunft von der Ausstellung mitnehmen. Ich denke dabei an die Modenschau am Springbrunnen auf dem Kornmarkt bei der Einzelhändler mitwirken könnten, einen Gottesdienst auf dem Hof vom Domstift St. Petri oder sogar ein K-Wagenrennen zwischen Kornmarkt und Lauengraben.

Die Sonderausstellung läuft noch bis zum 26. Juni 2016.

Erste Hilfe gegen aufdringliche Telefonverkäufer

„Guten Tag, mein Name ist XYZ und ich rufe im Auftrag von ABC an. Haben Sie kurz Zeit, um ein paar Fragen zum Thema 123 zu beantworten?“ Wer kennt sie nicht, die teils nervigen Anrufe verschiedener Agenturen, die am Telefon ein Produkt verkaufen wollen. Die Blogrebellen haben einen Leitfaden veröffentlicht, mit dem du den Spieß einfach umdrehen und dich gegen aufdringliche Verkaufsanrufe wehren kannst.

Entfernt

Eric Pickersgill saß in einem Café einer Familie gegenüber. Während der Vater und die beiden Kinder auf ihre Mobiltelefone starrten, schaute die Mutter aus dem Fenster, traurig und allein, trotz Gesellschaft ihrer Familie. Diese eigenartige Stimmung veranlasste Eric zu einem ganz besonderen Fotoprojekt. Er setzte Menschen an verschiedenen Orten in Szene, ließ sie auf ihr Mobiltelefon schauen und entfernte dieses vor dem Klick auf den Auslöser. Herausgekommen sind interessante aber auch bizarr wirkende Abbildungen unter dem Titel „Entfernt„.