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Der Ligaalltag ist wieder eingekehrt

Mistři 2015-2016 steht auf den Shirts vieler Fans, die noch vor einigen Wochen ausgiebig die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte feierten. Inzwischen hat eine neue Saison begonnen und der Ligaalltag ist eingekehrt. Die Mannschaft um Kapitän Branko Radivojevič behielt im Spiel gegen den Tabellenvorletzten aus Karlovy Vary die Oberhand, die ganz große Durchschlagskraft im Angriff fehlte jedoch. Das 1:0 in der 8. Minute sorgte für zusätzliche Sicherheit, denn obwohl dem HC Energie spielerisch kaum etwas einfiel, bleibt der Gast mit Einzelaktionen gefährlich. Schlussmann Jan Lašák wehrte alle Schüsse durch starke Reflexe ab und vorn fiel nach 48 Minuten endlich der ersehnte zweite Treffer zum 2:0 Endstand.

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Liberec unterliegt Turku im Penaltyschießen

Auf Augenhöhe begegneten die Weißen Tiger ihren Gästen aus Turku in der Champions Hockey League. Das Spiel war geprägt von vielen Offensivszenen und zahlreichen Torchancen. Nachdem die Jungs aus Finnland in der achten Minuten in Führung gingen, drängte Liberec auf den Ausgleich. Möglichkeiten dafür gab es einige, doch die Scheibe wollte einfach nicht über die Linie rutschen. Erst kurz vor dem Ende hatten die Raubkatzen das Glück des Tüchtigen und retteten sich in die Verlängerung. Aufgrund der neuen Regel, wonach in den zusätzlichen Minuten nur jeweils drei Feldspieler plus Torwart auf dem Eis stehen, ging es hin und her. Im anschließenden Penaltyschießen verlor ich bei sieben heimischen Schützen kurzzeitig den Überblick. Letztendlich jubelten die Gäste, nach einem Spiel, dass eigentlich zwei Sieger verdient gehabt hätte.

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7600 Kilometer zum Testspiel

7.600 Kilometer zum Testspiel, auch das gibt es im Eishockey. Entfernungen dieser Art sind für Mannschaften der KHL jedoch nicht ungewöhnlich und so standen die Weißen Tiger den Jungs von Amur Chabarowsk gegenüber. Nach einem ausgeglichenen und temporeichen Spiel sollte die Entscheidung im Penalty-Schießen fallen. Torwart Jan Lašák, dessen Reflex die Raubkatzen schon während der Verlängerung in Unterzahl im Spiel gehalten hatte, blieb erneut Sieger und ließ seine Anhänger in der heimischen Home Credit Arena jubeln.

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Doppelschlag kurz vor Schluss besiegelt den Heimsieg

Wintersport, 11 Uhr Vormittag, bei 29°C Außentemperatur. Nicht möglich? Doch! Schon seit zwei Monaten trainiert der amtierende tschechische Meister auf dem Eis. Heute waren die Jungs vom BK Mladá Boleslav zu Gast in der Home Credit Arena. Beide Mannschaften kennen sich bestens, denn zahlreiche Spieler aus der Autostadt trugen bereits das Trikot der Weißen Tiger. So auch Tomáš Urban und Tomáš Pospíšil, die beiden Torschützen mit dem bekannten Škodapfeil auf der Brust. Ein Freundschaftsspiel war es trotzdem nicht. Liberec ging durch Tore von Vladimir Svačina sowie Jan Stránský in Führung, ehe noch vor der Pause das 2:1 fiel. Im Mitteldrittel wirkten die Tiger müde, das harte Training schien einigen Spielern in den Knochen zu stecken. Spannend wurde es erst wieder drei Minuten vor Schluss, als Mladá Boleslav der Ausgleich gelang und Michal Bulíř, die Raubkatzen mit einem Doppelschlag zum Heimsieg schoss.

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Wir sind Meister!

Ehrlich gesagt kann ich es immer noch nicht glauben. Sofern ich in der vergangenen Nacht überhaupt geschlafen hatte, überprüfte ich in den Wachphasen immer wieder, ob nicht doch alles nur ein Traum war.

Am 24. April 2016 krönte die Eishockeymannschaft der Weißen Tiger ihre ohnehin schon erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte mit dem Meistertitel. In sechs Finalspielen lieferten sich die Raubkatzen packende Duelle gegen den HC Sparta Prag. Nach bereits drei gewonnenen Partien fehlte für den Titel nur noch ein einziger Sieg. Die Jungs aus der Hauptstadt mussten unterdessen gewinnen, um ihre Meisterschaftschancen zu wahren und somit ein siebentes Spiel zu erzwingen.

Beide Mannschaften agierten im ersten Drittel auf Augenhöhe. Sparta nutzte ein Überzahlspiel für den Führungstreffer, strahlte ansonsten allerdings nur selten Torgefahr aus. Trotzdem möchte ich gern die Gelassenheit einiger Anhänger der Weißen Tiger haben. Während ich schon gedanklich den Jubel zum 2:0 erlebte, blieben andere Fans gelassen. Innerlich verflucht hatte ich Petr Vampola, der zweimal auf die Strafbank musste und seine Jungs somit in Bedrängnis brachte. Irgendwie beschlich mich allerdings auch das Gefühl, dass uns womöglich ausgerechnet dieser Spieler zur Meisterschaft schießen wird. Fast, nach neunundzwanzig Minuten erzielte Petr den Ausgleich. Ein ganz wichtiges Tor, welches ein Wendepunkt im Spiel sein sollte. Ab sofort waren die Weißen Tiger das deutlich aktivere Team, während sich Sparta meistens in die eigene Hälfte gedrängt sah. Trotz dieser spielerischen und inzwischen auch konditionellen Überlegenheit, wollte der ersehnte Führungstreffer nicht fallen. Mittlerweile fand ich mich bereits mit dem Gedanken ab, dass es noch ein weiteres Duell gibt.

Sechzig Spielminuten neigten sich dem Ende. Wer würde in der Verlängerung das goldene Tor schießen? Etwa die Spartaner bei einem ihrer wenigen Vorstöße? Während ich in Gedanken versunken war, liefen die Sekunden runter. Eine zweite Verlängerung sollte für die Entscheidung sorgen. Die Eismaschinen drehten ihre Runden, das Warten auf Wiederanpfiff schien unerträglich. Endlich ging es weiter. Gespannt richteten die Fotografen ihre Kameras auf das Gehäuse von Prag´s Schlussmann Tomáš Pöpperle. Würde der Puck dort einschlagen? Martin Bakoš riss seine Arme nach oben. Jeder der zum ersten Mal eine Meisterschaft gewonnen hat, kann nachvollziehen was jetzt passierte. Spieler, Betreuer, Fotografen und Kameraleute stürmten auf das Eis. Die Anhänger der Weißen Tiger in Ekstase, Tränen in den Augen, schier unendlicher Jubel. Wir sind Meister!

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