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Querfeldein in Radibor

Durch Wald, über Wiesen, Stock und Stein, sowie auf einem ehemaligen Bahndamm entlang, die Teilnehmer vom 11. Querfeldein-Radrennen in Radibor, erwartete eine abwechslungsreiche Strecke. Jeweils zur zweiten Runde, wurden im Zielbereich zwei Balken über die Straße gelegt, über welche die Fahrer ihre Räder tragen mussten. Weiter ging es auf dem Asphalt, ehe die Sandgrube so manchen Radler ins Schlingern brachte. Schön fand ich vor allem den Dorffest ähnlichen Charakter der Veranstaltung. Am Streckenrand standen nicht nur wie oft üblich, die Sportler und ihre Familienangehörigen, sondern eben auch viele unbeteiligte Zuschauer. Schon allein dieses besondere Flair, machte das Querfeldeinrennen in Radibor zu einem ganz besonderen Wettkampf.

12. Querfeldein in Radibor. Ein Volkfest mit Crossläufen für Kinder und Radcross für Schüler U15 bis Senioren.
12. Querfeldein in Radibor. Ein Volkfest mit Crossläufen für Kinder und Radcross für Schüler U15 bis Senioren.
12. Querfeldein in Radibor. Ein Volkfest mit Crossläufen für Kinder und Radcross für Schüler U15 bis Senioren.
12. Querfeldein in Radibor. Ein Volkfest mit Crossläufen für Kinder und Radcross für Schüler U15 bis Senioren.
12. Querfeldein in Radibor. Ein Volkfest mit Crossläufen für Kinder und Radcross für Schüler U15 bis Senioren.
12. Querfeldein in Radibor. Ein Volkfest mit Crossläufen für Kinder und Radcross für Schüler U15 bis Senioren.
12. Querfeldein in Radibor. Ein Volkfest mit Crossläufen für Kinder und Radcross für Schüler U15 bis Senioren.
12. Querfeldein in Radibor. Ein Volkfest mit Crossläufen für Kinder und Radcross für Schüler U15 bis Senioren.

Power Serb 2016

Kraft, Mut, Geschicklichkeit und Mannschaftsgeist sind beim Power Serb gefragt. Nur gemeinsam können die verschiedenen Aufgaben zu dem jährlich stattfindenden Wettkampf erfolgreich gemeistert werden. 2016 drehte sich alles um Asterix, Obelix und natürlich die Römer. Dafür wurde das berühmte gallische Dorf kurzerhand nach Radibor verlegt. Die dort heimischen Jugendlichen übernahmen die Organisation und hatten sich einige unterhaltsame aber auch anspruchsvolle Aufgaben ausgedacht. Am Anfang musste ein abgestecktes Feld mit verbundenen Augen durchquert werden. Die Schwierigkeit bestand darin, dass zahlreiche Hindernisse den Weg blockierten. Bei Berührung einer dieser Barrieren gab es Punktabzug. Einzigstes Hilfsmittel waren die Anweisungen der Mannschaftskameraden an der Ziellinie. Im Anschluss ging es an verschiedenen Stationen weiter. Während die einen mit dem Speer versuchten, auf Pappkartons geklebte Römer zu erlegen, übten sich andere Teilnehmer darin, den jeweils höchsten Turm aus Bierkästen zu stapeln. Die Problematik dabei war, dass das Bauwerk immer wieder angehoben werden musste, um den nächsten Kasten von unten einzufügen. Über der Feuerstelle, von all dem unberührt, brutzelte derweil ein Schwein am Spieß. Kühl und nass wurde es unterdessen am Teich. Mit einem Boot passierten tapfere Gallier zahlreiche Hindernisse im Wasser. Es hätte eine gemütliche Gondelfahrt sein können, wenn nicht die bösen Römer, mit Wasserpistolen bewaffnet, die Zielmarkierung auf den Köpfen der Ruderer angepeilt hätten. Einfacher als gedacht, wirkte das Aufstellen und Umschlängeln von Holzpaletten. Diese kippten wegen der unebenen Bodenbeschaffenheit ständig um, was zusätzlich Zeit kostete. Zur letzten Aufgabe kamen alle Mannschaften wieder zusammen. Es galt möglichst schnell ein hölzernes Wildschwein in das Ziel zu befördern. Während jenes Tier den Kopf verlor, blieben alle menschlichen Teilnehmer ohne größere Blessuren und verzerrten anschließend gemeinsam das inzwischen fertig gegarte Schwein vom Spieß. Spannend wurde es zum Ende noch einmal bei der Siegerehrung. Das BKA-Team, als römische Legion angereist, erntete für ihr originelles Kostüm viel Beifall. Den anschließenden Jubelschrei, konnten bestimmt die echten Gallier im heutigen Westfrankreich hören. Power Serb 2016, dürfen sich die Jungs und das Mädchen von Traktor Kopšin nennen.

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Diversity Festival in Radibor

Die Band „Roy de Roy“ zum Diversity Festival in Radibor.

Am Wochenende besuchte ich das Diversity Festival in Radibor. Wobei, eigentlich war ich schon eine Woche vorher am Veranstaltungsgelände, da ich mich im Datum irrte. Zeitlich wäre es in sofern besser gewesen, das ich dann mehr vom Nachmittagsprogramm mitbekommen hätte. Vergangenen Freitag daher ein neuer Anlauf.

Diver.. was? Viele werden gar nicht wissen, um was es beim Diversity Festival überhaupt geht und welche Organisation dort dahinter steckt. Ehrlich gesagt, ich wusste es bis vor ein paar Tagen auch nicht und hätte von dieser Veranstaltung ebenfalls nichts mitbekommen, wenn ich im Vorfeld nicht darauf hingewiesen worden und Abonnent der sorbischen Zeitung „Serbske Nowiny“ wäre. In den Veranstaltungskalendern deutschsprachiger Medien tauchte darüber nichts auf. Korrigiert mich bitte, sollte ich etwas übersehen haben. Selbst auf der Webseite von Radibor fand sich kein Hinweis. Bei meiner Recherche im Internet erfuhr ich, dass die „Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV)“ hinter dem Diversity Festival steckt.

Auf ihrer Facebookseite findet sich folgende Erklärung:

Die JEV ist ein Netzwerk der Jugendorganisationen der europäischen Minderheiten. Die 40 Mitgliedsorganisationen repräsentieren die sprachlichen, kulturellen und nationalen Minderheiten Europas. Sie verbindet die Leitidee eines Europa der Vielfalt und der Mehrsprachigkeit, das von den Minderheiten geprägt wird.

Die JEV setzt sich ein für die Erhaltung, Entwicklung und Bekanntmachung der Kultur, Sprache und Rechte der Minderheiten in Europa.

Im Mittelpunkt des Engagements stehen die Jugendlichen und der Nachwuchs der europäischen Minderheiten. Gemeinsam streben sie den Bau eines dynamischen und lebendigen Netzwerkes von Jugendorganisationen aller Minderheiten in einem multikulturellen und vielsprachigen Europa an.

Ziele, die heute wahrscheinlich aktueller denn je sind. Insofern finde ich es schade, dass der JEV bisher kaum in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Wie ebenfalls auf der genannten Seite bei Facebook zu lesen ist, waren Jugendliche aus verschiedenen Ländern in Bautzen zu Gast, trafen sich mit Personen aus Politik und Bildung, lernten die Stadt Bautzen kennen, unternahmen eine Exkursion zum Braunkohletagebau, berichteten über ihre Arbeit am Infostand auf dem Kornmarkt in Bautzen, bastelten an dem Programm für das Wochenende und tauschten sich natürlich auch untereinander aus.

Der Freitagabend in Radibor startete mit traditionellen sorbischen Liedern. Sensationell muss ich sagen. Während bei vielen Veranstaltungen oft zu erleben ist, dass das Publikum wartet, bis es etwas geboten bekommt, war es hier genau anders herum. Viele konnte die Texte mitsingen, andere klatschten zumindest im Takt der Rhythmen.

Sorbische Lieder zum Diversity Festival in Radibor.
Sorbische Lieder zum Diversity Festival in Radibor.

Im Anschluss zeigte DJ Madstep sein Können am Saxophon. Für mich persönlich eine ganz neue Erfahrung, dass sogar mit diesem Instrument bekannte Lieder aus den Charts nachgespielt, sowie elektronische Musik schwungvoll begleitet werden kann. Die Stimmung im Festzelt war zwar nach wie vor sehr gut, doch noch ein paar mehr Gäste in Feierlaune hätte ich nicht nur ihm gewünscht.

DJ Madstep zum Diversity Festival in Radibor.
DJ Madstep zum Diversity Festival in Radibor.

Samstag gab es Einblicke in die Arbeit des JEV zu erleben, ehe zur Musik von Dr. Taste das Tanzbein geschwungen werden konnte. Die danach folgende Band „Roy de Roy“ kannte ich bisher ebenfalls nicht. Manch einer hatte schon vorher bei YouTube geschaut und wußte somit, was uns erwarten würde. Unterschiedliche Musikstile, wie Folk, Punk und Ska, gespielt mit Gitarren, einer Trompete, dem Akkordeon, Schlagzeug und Bass, ließen den Boden in Radibor beben. „Roy de Roy“ sang meist in slowenischer Sprache zu Themen der Gesellschaft, über Nationalismus und Ereignissen, welche unter anderem die Menschen im ehemaligen Jugoslawien bewegen. Meinetwegen hätten sie noch stundenlang weitermachen können. Zum Ausklang des Abends, oder je nachdem wie man es sieht, legte DJ Majemi die heißesten Scheiben des Sommers auf. Fazit, Milan spielt nicht nur gut Volleyball, sondern ist auch als DJ zu empfehlen.

Die Band "Roy de Roy" zum Diversity Festival in Radibor.
Die Band „Roy de Roy“ zum Diversity Festival in Radibor.
Die Band "Roy de Roy" zum Diversity Festival in Radibor.
Die Band „Roy de Roy“ zum Diversity Festival in Radibor.
Die Band "Roy de Roy" zum Diversity Festival in Radibor.
Die Band „Roy de Roy“ zum Diversity Festival in Radibor.

Sonntag stand laut Programm der Frühschoppen sowie ein Kinder- & Gemeindefest an.

In mir ist am Wochenende der Wunsch gereift, dass dieses Festival einmal jährlich oder zumindest alle zwei Jahre stattfinden sollte. Beispielsweise abwechselnd mit dem Folklorefestival. Radibor als Veranstaltungsort scheint ideal. Vor allem weil die Mitorganisation durch den örtlichen Jugendverein nicht besser hätte sein können, zum anderen finde ich, dass in Radibor bisher viel zu selten gefeiert wurde ..

.. oder ich hatte es nicht mitbekommen.