Schlagwort-Archive: Tanz

Die Jazzmaschine im Friese in Kirschau

Geräusche aus großen Metalltrichtern, Töne aus Metallophonen und Rhythmen aus rotierenden Stahlteilen sowie Mechaniken, vereint in einer riesigen und begehbaren Maschine. Gemeinsam in einer Performance mit Musikerinnen und Musikern, ergänzt durch Tanz und Schauspiel entstand ein besonderes künstlerisches Projekt.

Nach drei Jahren Bauzeit haben Stefan Albrecht (Objektkünstler, kinetische Objekte) und Micha Winkler (Musiker, Musikdozent) ein bisher einzigartiges Instrument der Klangerzeugung entwickelt – die Jazzmaschine, ein kinetisches Objekt, gefertigt aus alten, nicht mehr genutzten Industrieteilen wie Hupen, Heizkessel und Stahlrohren, welches selbst Musik und Klänge erzeugen kann. Dieses Instrument bietet dabei experimentelle, musikalische Anknüpfungspunkte für Musiker, Schauspieler und Tänzer und lädt zum Blick über den eigenen musikalischen Tellerrand ein. Die für diese Maschine eigens komponierte Musik ist in Modulen und für verschiede Besetzungen konzipiert. So ist es möglich, mit unterschiedlichsten Ensembles immer wieder neue und spannende Aufführungen zu gestalten.

Gemeinsam mit dem Musiktheaterprojekt „Move Together“, konnte die Jazzmaschine nun erstmals in einer atemberaubenden Live-Inszenierung der Welt präsentiert werden. Im Rahmen des gleichnamigen zweiwöchigen Sommercamps mit Jugendlichen aus Polen und Deutschland, wurde unter der Anleitung erfahrener Musiker, Darsteller und Techniker, die Erstaufführung konzipiert und einstudiert. Förderung erhielt dieses Projekt als Teil des dreijährigen Kooperationsprojektes „Kulturpartner“ / „Partnerzy z Kultura“ zwischen dem Steinhaus e.V. und dem Jeleniogórskie Centrum Kultury im Rahmen des „Kooperationsprogrammes INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020“, einem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, sowie durch das Bundesprogramm „Pop II Go – Unterwegs im Leben“. An den Workshops im Steinhaus in Bautzen sowie dem Friese in Kirschau, nahmen insgesamt 45 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 25 Jahren teil.

Textquelle: Steinhaus Bautzen

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Alice und ihre wundersame Reise

„Alice und ihre wundersame Reise“, ist eine moderne Tanzinszenierung für die ganze Familie, die in skurriler Weise, spannend und effektvoll, zwischen scheinbarer Realität und Traumwelt changiert. Moderne zeitgenössische Tanzsprache treffen auf dynamische Videoprojektionen und farbenfrohe Kostüme aber auch ernste Themen. Durch den Tanz und Erzählungen werden die Zuschauer in eine wunderbare Welt entführt, in der alles aber auch nichts realistisch erscheint. Inspiriert von den Kinderbüchern „Alice im Wunderland“ und „Alice hinter den Spiegeln“ des britischen Autors Lewis Carroll, entwickelten die künstlerischen Leiter von TanzART Jana Schmück und Anne Dietrich, ein Stück mit 150 ihrer Schüler. Alice erlebt sonderbare Begegnungen mit großen und kleinen Helden auf ihrer wundersamen Reise durch ihre Phantasiewelt und lernt einiges über sich selbst und das Leben. Mit viel Tempo, einem lebhaften Ensemble, jugendlichem Witz und einer Portion Lebensweisheit, entführt das Stück die Zuschauer in eine skurrile Traumwelt und schafft gleichzeitig einen Bezug in unsere heutige Gegenwart.
Denn sind wir nicht alle ein bisschen Alice?

Eine Produktion von TanzART – Atelier für Tanz, Bewegung & Kunst
Konzept & Choreografie: Anne Dietrich & Jana Schmück
Videoanimation: Mangesh Parab
Gefördert vom Landkreis Bautzen

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Kampf der Tanzstile

Floor on Fire – Battle of Styles ist ein innovatives Tanzformat, das von Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden in Kooperation mit THE SAXONZ entwickelt wurde. Es lebt von der Individualität der Tänzer*innen, ihrem virtuosen Können und ihrer unbegrenzten Kreativität. Beim Battle of Styles versuchen in abwechselnder Reihenfolge Tänzer*innen aus den Bereichen Ballett, Breakdance und Contemporary den gegenüberstehenden Kontra­henten durch die eigene Darbietung zu übertrumpfen. Die verschiedenen Stile begegnen sich auf Augenhöhe, sie ergänzen und widersprechen sich gleichzeitig. Ohne einer Choreografie zu folgen, zeigen die Tänzer*innen mit großer Freude und Enthusiasmus immer wieder aufs Neue die verschiedenen Facetten des Tanzes.

Auf diese unglaublichen Emotionen und Energien wurde der Filmemacher Sebastian Linda vor zwei Jahren aufmerksam. Er nahm sich der Aufgabe an, diese unglaubliche Veranstaltung mit all seinen Facetten in einem Film festzuhalten.

Unterstützt von So geht sächsisch. und Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden ist nun ein emotionaler, spannender, dynamischer 14-minütiger Film entstanden.

TanzLand – Stadt in der Energiefabrik Knappenrode

In dem Projekt „TanzLand – Stadt“ von TanzART – Zentrum für Tanz, Bewegung und Kunst, ertanzen sich über 50 Kinder und Jugendliche die Räumlichkeiten der Energiefabrik Knappenrode. Unter der künstlerischen Leitung von Anne Dietrich und Jana Schmück, sowie den Gastchoreografen Fernando Balsera und Michael „Bremi“ Grabowski, entwickeln die jungen Tänzer stilübergreifende Konzepte für die Ausstellungsräume. Breakdance, zeitgenössischer Tanz und ungewöhnliche Requisiten, verbinden sich zu einer interaktiven Tanzdarbietung und führen den Zuschauer durch das Museum. Das Projekt wird gefördert von Chance Tanz – Bündnisse für Kultur.

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Diversity Festival in Radibor

Die Band „Roy de Roy“ zum Diversity Festival in Radibor.

Am Wochenende besuchte ich das Diversity Festival in Radibor. Wobei, eigentlich war ich schon eine Woche vorher am Veranstaltungsgelände, da ich mich im Datum irrte. Zeitlich wäre es in sofern besser gewesen, das ich dann mehr vom Nachmittagsprogramm mitbekommen hätte. Vergangenen Freitag daher ein neuer Anlauf.

Diver.. was? Viele werden gar nicht wissen, um was es beim Diversity Festival überhaupt geht und welche Organisation dort dahinter steckt. Ehrlich gesagt, ich wusste es bis vor ein paar Tagen auch nicht und hätte von dieser Veranstaltung ebenfalls nichts mitbekommen, wenn ich im Vorfeld nicht darauf hingewiesen worden und Abonnent der sorbischen Zeitung „Serbske Nowiny“ wäre. In den Veranstaltungskalendern deutschsprachiger Medien tauchte darüber nichts auf. Korrigiert mich bitte, sollte ich etwas übersehen haben. Selbst auf der Webseite von Radibor fand sich kein Hinweis. Bei meiner Recherche im Internet erfuhr ich, dass die „Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV)“ hinter dem Diversity Festival steckt.

Auf ihrer Facebookseite findet sich folgende Erklärung:

Die JEV ist ein Netzwerk der Jugendorganisationen der europäischen Minderheiten. Die 40 Mitgliedsorganisationen repräsentieren die sprachlichen, kulturellen und nationalen Minderheiten Europas. Sie verbindet die Leitidee eines Europa der Vielfalt und der Mehrsprachigkeit, das von den Minderheiten geprägt wird.

Die JEV setzt sich ein für die Erhaltung, Entwicklung und Bekanntmachung der Kultur, Sprache und Rechte der Minderheiten in Europa.

Im Mittelpunkt des Engagements stehen die Jugendlichen und der Nachwuchs der europäischen Minderheiten. Gemeinsam streben sie den Bau eines dynamischen und lebendigen Netzwerkes von Jugendorganisationen aller Minderheiten in einem multikulturellen und vielsprachigen Europa an.

Ziele, die heute wahrscheinlich aktueller denn je sind. Insofern finde ich es schade, dass der JEV bisher kaum in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Wie ebenfalls auf der genannten Seite bei Facebook zu lesen ist, waren Jugendliche aus verschiedenen Ländern in Bautzen zu Gast, trafen sich mit Personen aus Politik und Bildung, lernten die Stadt Bautzen kennen, unternahmen eine Exkursion zum Braunkohletagebau, berichteten über ihre Arbeit am Infostand auf dem Kornmarkt in Bautzen, bastelten an dem Programm für das Wochenende und tauschten sich natürlich auch untereinander aus.

Der Freitagabend in Radibor startete mit traditionellen sorbischen Liedern. Sensationell muss ich sagen. Während bei vielen Veranstaltungen oft zu erleben ist, dass das Publikum wartet, bis es etwas geboten bekommt, war es hier genau anders herum. Viele konnte die Texte mitsingen, andere klatschten zumindest im Takt der Rhythmen.

Sorbische Lieder zum Diversity Festival in Radibor.
Sorbische Lieder zum Diversity Festival in Radibor.

Im Anschluss zeigte DJ Madstep sein Können am Saxophon. Für mich persönlich eine ganz neue Erfahrung, dass sogar mit diesem Instrument bekannte Lieder aus den Charts nachgespielt, sowie elektronische Musik schwungvoll begleitet werden kann. Die Stimmung im Festzelt war zwar nach wie vor sehr gut, doch noch ein paar mehr Gäste in Feierlaune hätte ich nicht nur ihm gewünscht.

DJ Madstep zum Diversity Festival in Radibor.
DJ Madstep zum Diversity Festival in Radibor.

Samstag gab es Einblicke in die Arbeit des JEV zu erleben, ehe zur Musik von Dr. Taste das Tanzbein geschwungen werden konnte. Die danach folgende Band „Roy de Roy“ kannte ich bisher ebenfalls nicht. Manch einer hatte schon vorher bei YouTube geschaut und wußte somit, was uns erwarten würde. Unterschiedliche Musikstile, wie Folk, Punk und Ska, gespielt mit Gitarren, einer Trompete, dem Akkordeon, Schlagzeug und Bass, ließen den Boden in Radibor beben. „Roy de Roy“ sang meist in slowenischer Sprache zu Themen der Gesellschaft, über Nationalismus und Ereignissen, welche unter anderem die Menschen im ehemaligen Jugoslawien bewegen. Meinetwegen hätten sie noch stundenlang weitermachen können. Zum Ausklang des Abends, oder je nachdem wie man es sieht, legte DJ Majemi die heißesten Scheiben des Sommers auf. Fazit, Milan spielt nicht nur gut Volleyball, sondern ist auch als DJ zu empfehlen.

Die Band "Roy de Roy" zum Diversity Festival in Radibor.
Die Band „Roy de Roy“ zum Diversity Festival in Radibor.
Die Band "Roy de Roy" zum Diversity Festival in Radibor.
Die Band „Roy de Roy“ zum Diversity Festival in Radibor.
Die Band "Roy de Roy" zum Diversity Festival in Radibor.
Die Band „Roy de Roy“ zum Diversity Festival in Radibor.

Sonntag stand laut Programm der Frühschoppen sowie ein Kinder- & Gemeindefest an.

In mir ist am Wochenende der Wunsch gereift, dass dieses Festival einmal jährlich oder zumindest alle zwei Jahre stattfinden sollte. Beispielsweise abwechselnd mit dem Folklorefestival. Radibor als Veranstaltungsort scheint ideal. Vor allem weil die Mitorganisation durch den örtlichen Jugendverein nicht besser hätte sein können, zum anderen finde ich, dass in Radibor bisher viel zu selten gefeiert wurde ..

.. oder ich hatte es nicht mitbekommen.